"Home" ist der erste Film, der komplett aus der Luft gedreht wurde. In 217 Tagen drehte der Regisseur Aufnahmen aus 54 Ländern, die insgesamt 488 Stunden Material ergaben. Aus ihnen hat er 90 Minuten gewonnen. Um sein Projekt so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen, hat er sich auch, was den Vertriebsweg anbelangt, für eine bislang einzigartige Strategie entschieden:
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Erstmals in der Geschichte der modernen Medien startet "Home" am heutigen Freitag, zum Welt-Umwelttag, weltweit am selben Tag. Und auch noch in so ziemlich allen Formaten. Er kommt gleichzeitig in die Kinos und erscheint auf DVD; er ist aber auch bei
interJECK und im Fernsehen zu sehen. Das Motto: "Am 5. Juni haben wir alle ein Date mit unserem Planeten."
Nach dem Erfolg seines Buches hatten viele Geldgeber, auch die großen Studios aus Hollywoods, Interesse bekundet, schreckten aber sogleich zurück, als sie erfuhren, dass Arthus-Bertrand den Film gratis zur Verfügung stellen und alle Gewinne aus Merchandising-Verkäufen der Organisation Goodplanet.org spenden wollte. Nur Kultregisseur und Produzent Luc Besson, eigentlich bekannt für Action-Kino, aber Umweltaktivist wie Arthus-Bertrand, sagte dennoch zu.
"Der Untertitel des Filmes könnte lauten: Es ist zu spät, um Pessimist zu sein", so der Regisseur: "Wir stehen an einer Wegscheide; es müssen jetzt wichtige Entscheidungen getroffen werden, um die Welt zu verändern." Der Vorwurf, dass auch sein Film, der komplett aus dem Hubschrauber gedreht wurde, damit am Raubbau der Erde beigetragen hat, entkräftet Produzent Besson mit Nachdruck: "Yann hat mit dem Film weniger Umweltverschmutzung verursacht als ein einzelnes Flugzeug, das leer von Paris nach Los Angeles fliegt, um dort Passagiere aufzunehmen."
Foto ©: dpa