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Ist unsere Demokratie noch zu retten?

„Welche Folgen haben die geplanten internationalen Handelsabkommmem TTIP, CETA und TiSA für die Gesellschaft und unsere Demokratie? Welche Alternativen gibt es zu diesen geplanten Handelsverträgen?“

Wilhelm Neurohr: Vortrag und Diskussion TTIP und TISA – Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat

Veranstalter: „Haller Bündnis STOP TTIP“ von 15 Organisationen
(anlässlich des 5. Gipfeltreffens der Weltmarktführer im globalen Wirtschaftswettbewerb in Schwäbisch-Hall)

Die Hörfunk-Übertragung des gesamten Vortrages (in 4 Teilen):
http://www.sthoerfunk.de/blog/post.php?s=2015-02-10-neurohr-vortrag-zum-nachhoren

Oder an einem Stück hier in unserem PodCast Player.

Quelle: http://www.wilhelm-neurohr.de/aktuelles/termin-03-februar-2015-in-schwabisch-hall/

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Andreas „Molino“ Müller

Künstler und Perfektionist gleichermaßen, egal ob es um Musik oder traditionelle Schmiedekunst geht. Andreas „Molino“ Müller ist in beiden Elementen zu Hause.

Gebürtig aus dem Aachener Raum lebt er heute in einer der schönsten Ecken von Köln mit direktem Blick auf Vater Rhein. Aber nicht nur bei ihm daheim er-lebt man Besonderheiten unserer Stadt, sondern auch in dem Refugium in dem er seinen schon angedeuteten Leidenschaften nachgeht.

Um 150 Jahre zurückversetzt fühle ich mich, wenn ich ihm beim schmieden zuschaue. Wenn er ein glühendes Eisen aus dem Schmiedefeuer zieht, mit einer Zange auf den Amboss legt und mit wenigen gezielten Hammerschlägen in Form bringt, bis am Ende eine Axt entstanden ist, die man in dieser Qualität nirgens kaufen kann, auch nicht in ganz speziellen Werkzeugläden.

Eigentlich unbezahlbar ist auch das geschmiedete Eisentor dass für einen alten Gutshof bestimmt ist. Wenn man es fertig vor sich hat, sieht man nicht das es gerade eben erst fertig geworden ist. Man hat das Gefühl das etwas Bestehendes nur überarbeitet wurde. Nicht zuletzt deshalb, weil wir uns in dem historischen Gemäuer einer alten Festungsanlage aus preussischer Zeit befinden. In dem vier Meter hohen Raum mit seinem aus Ziegelstein gemauerten Tonnengewölbe, fällt es schwer diesem Eindruck nicht zu verfallen. Das Schmiedefeuer, der typische Geruch einer alten Schmiede trägt in erhöhtem Maße dazu bei.

Die Realität ist derweil draußen vor dem Eingangstor geblieben. Man bekommt keine Chance mit der Außenwelt in direktem Kontakt zu bleiben. Innerhalb des meterdicken Gemäuers geht „onlinemäßig“ absolut nichts mehr. Auf meine Frage ob es nicht sinnvoll wäre an der Außenwand eine entsprechende Antenne zu montieren, bekomme ich als Antwort: „bloß nicht, ich bin froh dass ich hier meine Ruhe habe“. Eine Aussage mit der ich nur schwer zurecht komme, da ich immer noch ein leichtes Dröhnen von den Hammerschlägen in den Ohren habe. Aber das gehört nun einmal dazu. Ich lerne hier das der Begriff „Ruhe“ reine Definitionssache ist.

 

 

Laut, aber sehr rhytmisch geht es im angrenzenden Musikraum zu, wenn er einer ganz anderen Leidenschaft nachgeht.

Von 1989 bis 1992 hat er Afro-Kubanische Percussion und Folklore in Havanna/Kuba an der „Escuela Cervantes“ und dem „CIDMUC“ (Centro de Investigacion y Desarollo de la Musica Cubana – Zentrum für Erforschung und Entwicklung der kubanischen Musik) studiert.
Dazu das Studium der „Toques de Igbodú“ (spezielle Zeremonialrhytmen der Afro-Kubanischen Kultur) und der Rumba-Stilistik bei dem Meister-Trommler Francisco Hernandez Mora – Panco Quinto. Und das Studium der modernen Tumbadora (Conga) Spieltechnik bei Justo Pelladito (Musikalischer Direktor der „Cojunto Folklorico“ – nationales kubanisches Folklore-Ensembles).

Zitat aus dem Inhalt seiner Homepage:

Ein Schwerpunkt von Molinos musikalischer Arbeit liegt seither im kreativen Umgang mit neuartigen rhythmischen Kombinationen sowie in der Eingliederung von Rhythmen afro-kubanischer Kultur in improvisierte, tanzbare Musik.

1998 formierte er in der Provinz von Santiago de Cuba sein eigenes Charanga-Orchester „Andreas y sus Amigos“. Dort nahm Molino mit bekannten Musikern die CD „Yé Yé Oludé“ auf. 2006 gründete er in Köln seine Band „Molino’s Charanga“. 2009 folgte dann das experimentelle Projekt „Global Sampling“.

Parallel zu den eigenen Projekten arbeitet Molino in vielen Formationen der Pop-, Funk-, Soul-, und Jazzmusik als Percussionist. Er tritt sowohl bei verschiedenen Aufnahmen und Konzerten mit Orchestern und Gruppen aus den Bereichen Son, Rumba, Salsa, Flamenco, Latin Jazz, Samba, Bossa Nova, Fusion und Funk in Erscheinung.

Daneben unterrichtet Molino in zahlreichen Meisterkursen für afro-kubanische und moderne zeitgenössische Percussion in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland. Er ist Dozent für Latin-Percussion an der Offenen Jazzhausschule in Köln. 2008 nahm er an einem Pilotprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Professionalisierung im interkulturellen Kunst- und Kulturmanagement teil.

Ich freue mich jetzt schon wieder auf unsere nächste Begegnung, wenn mir beim Eintritt in sein Altelier entgegenschallt: „Tach Herr Imker, wat maachen ding Mädels, wills de e Kölsch oder ne Kaffee hann?“

Lebensart und Menschen die man so, nur in Köln findet!

 

http://am-ironart.com/
http://www.molinomusic.de/

 

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Bisphenol A

EU-Behörde verschärft Grenzwert für umstrittenes Umwelthormon.

Endokrin aktive Substanzen, sogenannte Umwelthormone, stehen in Verdacht, das Hormonsystem irreversibel zu schädigen. EU-Behörden ringen schon lange um strengere Regulierungen. Nun wird der Grenzwert für das umstrittene Bisphenol A verschärft.

21. Januar 2015 — Der Grenzwert für die umstrittene Chemikalie Bisphenol A (BPA) ist deutlich verschärft worden. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA setzte den Wert des Stoffes von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag auf 4 herunter. Bisphenol A steckt in zahlreichen Lebensmittelverpackungen: In Plastikflaschen, Konserven- und Getränkedosen, aber auch in Mehrweg-Plastikgeschirr und Kochutensilien. Zudem ist es in Kassenbons aus Thermopapier und zahlreichen weiteren Alltagsgegenständen wie beispielsweise Hüllen von CDs enthalten.

Der Wert sei noch vorläufig, solange die Ergebnisse einer Langzeitstudie noch ausstünden, teilte die EFSA am Mittwoch in Parma mit. Der hormonähnliche Stoff steht im Verdacht Erkrankungen des Hormonsystems sowie des Herzkreislauf- und Nervensystems auszulösen und die Fortpflanzung zu beeinflussen. Forschern zufolge gibt es zudem Anzeichen dafür, dass Bisphenol A die Gehirnentwicklung bei Ungeborenen und Kleinkindern schädige. In Babyfläschchen ist der Stoff seit Januar 2011 EU-weit verboten. Als erstes EU-Land hat Frankreich zum 1. Januar 2015 die Chemikalie sogar in allen Lebensmittelverpackungen untersagt.

Europa erwägt, auch andere endokrin aktive Substanzen (EAS) – allgemein unter dem Begriff Umwelthormone bekannt – zu regulieren. Aufgrund der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung von Umwelthormonen wird in der Europäischen Union schon seit Jahren um striktere Grenzwerte oder gar Verbote gerungen. Die chemische Industrie bestreitet die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch EAS und spricht sich gegen eine weitreichende Regulierung aus.

In der neuen Bewertung, wie gefährlich BPA ist und wie stark Menschen dem Stoff ausgesetzt sind, kamen die Experten zu dem Schluss, „dass BPA bei der derzeitigen Verbraucherexposition für keine Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstellt“. Die Exposition über Ernährung oder eine Kombination verschiedener Quellen wie Ernährung, Staub, Kosmetika und Thermopapier von Kassenbons liege deutlich unterhalb der sicheren Obergrenze. Die neue Risiko-Einschätzung der EFSA ist auch eine Reaktion auf die anhaltende Debatte.

Die EFSA stellt aber auch fest, dass sich BPA „in hohen Konzentrationen“, die den Grenzwert um mehr als das Hundertfache überschreiten, „wahrscheinlich schädlich auf Leber und Nieren auswirkt“. Zugleich konstatiert die Behörde: „Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane, das Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf-, Nerven- und Immunsystem sowie auf die Entstehung von Krebserkrankungen werden derzeit nicht als wahrscheinlich erachtet, konnten aber anhand der verfügbaren Daten nicht ausgeschlossen werden.“ Sie seien daher für den neuen Grenzwert berücksichtigt worden. Die EFSA kann den Grenzwert zwar feststellen, aber nicht bindend vorschreiben. Für die Festsetzung bindender BPA-Werte in Lebensmittelverpackungen und anderen Waren ist der Gesetzgeber zuständig.

 

Quelle: http://www.cbgnetwork.org/5959.html
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